Orientierung im Notfall

Akute Beschwerden: Was tun?

Orientierung im Gesundheitssystem: Finden Sie heraus, wann Hausarztpraxis, Bereitschaftsdienst oder Notaufnahme zuständig sind.

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01
Lebensbedrohlicher Notfall

Notarzt und Rettungsdienst holen

Rufen Sie sofort 112, bei plötzlicher Bewusstlosigkeit oder Lähmungen, Krampfanfällen, Sprach- und Sehstörungen, hängendem Mundwinkel, starken und anhaltenden Brustschmerzen, schwerer Atemnot, starken Blutungen, schweren allergischen Reaktionen oder plötzlichem und ungewöhnlich starken Kopfschmerzen. Bleiben Sie am Telefon und folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle.

112 anrufen
02
Wenn die Praxis geschlossen ist
Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Die Nummer für dringende, nicht lebensbedrohliche Beschwerden

Die 116117 hilft außerhalb der regulären Praxiszeiten, wenn Sie ärztliche Hilfe brauchen, aber kein lebensbedrohlicher Notfall vorliegt. Dazu gehören zum Beispiel hohes Fieber, starke Schmerzen, anhaltendes Erbrechen oder eine deutliche Verschlechterung eines bekannten Krankheitsbildes.

Die Mitarbeitenden beraten Sie und nennen Ihnen die passende Versorgung, etwa eine Bereitschaftspraxis oder einen ärztlichen Hausbesuch.

116117 anrufen
Digital begleitet

Die offizielle App!

Ob zu den geregelten Öffnungszeiten oder im Bereitschaftsdienst: Mit der 116117 App finden Sie jederzeit Notfallpraxen, buchen Termine oder können eine Videosprechstunde im Notfall führen.

116117 App
03
Krankenhaus

Wann in die Notaufnahme?

Gehen Sie in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses, wenn eine schnelle Untersuchung oder Behandlung nötig ist, aber kein Rettungsdienst erforderlich erscheint. Beispiele sind eine mögliche Knochenverletzung, eine tiefe Wunde, eine starke Verbrennung oder anhaltende starke Schmerzen.

Bei Lebensgefahr, Unsicherheit oder wenn Sie nicht selbst sicher dorthin kommen, rufen Sie 112. Die Notaufnahme ist nicht für leichte oder seit Tagen unveränderte Beschwerden gedacht. Dafür sind die Hausarztpraxis oder außerhalb der Sprechzeiten die 116117 die richtigen Anlaufstellen.

04
Digitale Orientierung

Symptome strukturiert einschätzen

Ein digitaler Symptomchecker kann Ihnen eine erste Orientierung geben, welche Versorgung passend sein könnte. Er stellt keine Diagnose und ersetzt weder ärztliche Beratung noch den Notruf.

Die Anwendung Ada ist als Medizinprodukt zertifiziert und kann freiwillig genutzt werden. Die diagnostische Genauigkeit solcher Systeme ist begrenzt; die Triage, also die Einschätzung der Dringlichkeit, kann vergleichsweise hilfreich sein, ist aber nicht fehlerfrei.

Ada-Symptomchecker öffnen

Wissenschaftliche Einordnung: npj Digital Medicine, 2022.

05
Wenn keine dringende Hilfe nötig ist

Hausmittel und Selbstfürsorge

Bei leichten, bekannten und stabilen Beschwerden können Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und Beobachtung zunächst genügen. Fragen Sie auch Ihre Familie oder Freunde um Unterstützung, zum Beispiel wenn Sie Hilfe beim Einkaufen, bei der Betreuung oder beim Beobachten Ihrer Beschwerden brauchen.

Bei Fieber können lauwarme Wadenwickel angenehm sein, sofern Hände und Füße warm sind. Beenden Sie die Anwendung bei Unwohlsein oder Schüttelfrost. Hausmittel sind keine Behandlung für schwere oder unklare Beschwerden.

Holen Sie ärztlichen Rat, wenn die Beschwerden zunehmen, ungewöhnlich lange anhalten, neue Warnzeichen auftreten oder Sie sich Sorgen machen. Im Zweifel gilt: 116117 oder 112.

Wichtiger Hinweis: Dieser Wegweiser dient ausschließlich der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen sowie für Entscheidungen aufgrund dieser Inhalte übernehmen wir keine Haftung.
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